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Do 23.05.13 20:00 - evtl.
Kadetten SH - Wacker Thun
Sa 25.05.13 17:30 - evtl.
Wacker Thun - Kadetten SH
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Goldene Löwen
Die Rhein-Neckar Löwen mit dem Schweizer Regisseur Andy Schmid gewinnen den EHF-Cup. Die Badener setzen sich im Final gegen den HBC Nantes mit 26:24 durch.
Achtungserfolg
Die Schweizer U19-Juniorinnen beenden die EM-Qualifikation mit einem verdienten 31:28-Sieg gegen Litauen und belegen hinter Spanien und Kroatien Platz drei.
Wacker verkürzt
Wacker Thun setzt sich im Spiel 3 des Playoff-Finales gegen die Kadetten zuhause 37:31 durch. Damit findet am Donnerstag in Schaffhausen ein viertes Spiel statt.
Jubel am Bodensee
Beim HSC Kreuzlingen steigen sowohl die Männer als auch die Frauen in die zweit- höchste Spielklasse auf. Die Männer erhalten mit Tobias Eblen einen neuen Trainer.
19.05.2013
Andy Schmid und die Löwen gewinnen den EHF-Cup
Andy Schmid (29) hat mit den Rhein-Neckar Löwen den EHF-Cup gewonnen. Beim Final Four in Nantes setzte sich der Bundesliga-Topklub im Endspiel gegen den französischen Gastgeber 26:24 (16:12) durch. In seiner dritten Saison in Deutschland ist der Captain der SHV-Auswahl auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn angelangt. 19 Jahre nach dem früheren Top-Shooter Marc Baumgartner stemmte wieder ein Schweizer Handball-Professional eine international erhebliche Trophäe empor.

Andy Schmid gehört im hoch dotierten Ensemble inzwischen zu den Leaderfiguren. Der isländische Coach Gudmundur Gudmundsson setzt auf der Spielmacher-Position uneingeschränkt auf den besten Schweizer Handballer. Die Löwen, in der Liga knapp hinter dem europäischen Dominator Kiel klassiert, setzten nach drei Halbfinal-Vorstössen (Champions League und EHF-Cup) und einer Final-Teilnahme (Cupsieger-Cup) ein weiteres internationales Ausrufezeichen. Der Klub aus dem Sport-Konglomerat von Dietmar Hopp kehrte zwar erst vor acht Jahren in die höchste Liga Deutschlands zurück, hat sich aber mittlerweile endgültig in der europäischen Elite etabliert. Im Land des Olympiasiegers verlängerten die Mannheimer die beispiellose europäische Siegserie deutscher Vertreter. Zum zehnten Mal in Folge jubelte im EHF-Cup am letzten Spieltag ein Verein aus der (weltbesten) Bundesliga.
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Quelle: Sportinformation (si) / Foto: EHF (eurohandball.com)

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19.05.2013
U19-Juniorinnen beenden EM-Qualifikation mit einem Sieg

Die Schweizer Juniorinnen der Jahrgänge 1994 und jünger haben die EM-Qualifikation in Kroatien mit einem Sieg abgeschlossen: Im Spiel um Platz 3 erkämpfte sich das Team der Trainer Pavol Streicher, Christoph Sahli und Anita Weber gegen Litauen einen verdienten 31:28-Erfolg. In den ersten fünf Minuten lieferten sich beide Teams einen offen Schlagabtausch, doch dank starken Paraden von Sladana Dokovic – sie hielt acht der ersten zehn Würfe und kam auf eine Fangquote von 44 Prozent – zogen die Schweizerinnen drei Tore davon. Litauen blieb jedoch in Schlagdistanz und profitierte nach 20 Minuten von den vergebenen Chancen der SHV-Auswahl. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit gelangen den Spielerinnen aus dem Baltikum vier Gegenstosstreffer, wovon der letzte trotz abgelaufener Zeit gegeben wurde, und ging zur Pause mit 17:15 in Führung.

Wer nun dachte, die Schweizerinnen würden die Köpfe hängen lassen, wurde eines besseren belehrt. Nur gerade 90 Sekunden nach Wiederanpfiff glichen die Schweizerinnen zum 17:17 aus. In der Folge entwickelte sich ein zähes Spiel mit leichten Vorteilen auf Seiten Litauens. Nach 40 Minuten konnte die erst 16-jährige Svenja Stutz mit ihrem dritten verwandelten Siebenmeter – sie blieb am ganzen Turnier ohne Fehlwurf von der Linie – die Führung der Schweiz wieder herstellen und der scheinbare Bann war gebrochen. Zwar musste die Schweiz für jedes weitere Tor enorm hart kämpfen, machte es im Gegenzug aber auch Litauen nicht einfacher zum Torerfolg zu kommen. In der 52. Minute stellte die Schweiz auf zwei Tore Vorsprung, verpasste es in der Folge aber, die Entscheidung frühzeitig herbei zu führen. Die SHV-Auswahl vergab auch im zweiten Umgang fünf sogenannte 100-Prozent-Chancen. Erst Simona Krstic, zwei Minuten vor Ende beim Spielstand von 28:30, konnte mit einem gehaltenen Siebenmeter einen Big Point setzen. In der Schlussminute traf nur noch die Schweiz und gewann so verdient. Endlich gelang damit der SHV-Auswahl ein Sieg gegen ein Team aus Topf drei, und sie überzeugte dabei mit Tempo – es gelangen zwölf Gegenstosstore – sowie erneut mit der spielerisch feineren Klinge, trotz oder gerade wegen der körperlichen Unterlegenheit. Die Schweizerinnen unterstrichen einmal mehr das vorhandene Potential.

Den Sprung an die EM-Endrunde schafften am Ende Spanien und Kroatien. Die Ibererinnen setzten sich am Sonntag im direkten Duell mit 31:28 durch und holten sich damit den Gruppensieg.

Litauen – Schweiz 28:31 (17:15)
Dugo Selo – 40 Zuschauer – Sr. Ilieva/Karbeska (Maz).
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Litauen; 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweiz: Dokovic/Krstic/Betschart; Murer (3), Lisa Frey (7), Wyder (3), Van Polanen (3), Egli (6), Sommerhalder (1), Javet, Stutz (4/4), Calchini (1), Emery (3), Traber, Spaar.
Bemerkungen: Schweiz ohne Aline Mathys (verletzt) und Lorenz (krank).
  


 
U19-EM-Qualifikation, Gruppe 6
Sämtliche Spiele in Vrbovec (Kroatien)

Freitag, 17. Mai
Spanien – Schweiz 33:24 (18:5)
Kroatien – Litauen 28:21 (12:6)

Samstag, 18. Mai
Litauen – Spanien 17:35 (9:21)
Kroatien – Schweiz 23:27 (10:12)

Sonntag, 19. Mai
Litauen – Schweiz 28:31 (17:15)
Kroatien – Spanien 24:27 (12:14)

Spanien und Kroatien an der EM-Endrunde vom 1. bis 11. August 2013 in Dänemark.

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Quelle: Schweiz U19

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18.05.2013
NLA: Wacker Thun erzwingt viertes Playoff-Finalspiel

Im Playoff-Final um die Schweizer Handballmeisterschaft wurde die Entscheidung vertagt. Wacker Thun deklassierte Kadetten Schaffhausen mit 37:31 und verkürzte in der Best-of-5-Serie auf 1:2. Im dritten Finalspiel kam nie Spannung auf. Die Kadetten Schaffhausen machten mit einer desolaten Leistung deutlich, dass sie nicht sonderlich interessiert daran gewesen waren, die Meisterschaft schon am Pfingstsamstag in Thun entscheiden zu wollen. Die Schaffhauser verlassen sich offensichtlich auf ihre Playoff-Heimstärke. Nur bis zum 3:3 nach fünf Minuten verlief die Partie ausgewogen. Dann aber zog Wacker Thun bis zur 19. Minute auf 15:6 davon. Während der gesamten ersten Halbzeit gelangen den Kadetten nie zwei Tore hintereinander.

Und Wacker Thun spielte derart gut, dass der Thuner Trainer Martin Rubin am Ende einfach nur noch sprachlos war. "Ich war selten vor einem Spiel so überzeugt, dass wir gewinnen würden, wie diesmal", so Rubin. "Dass wir dann aber gegen die grossen Kadetten so souverän und so locker gewinnen und ausserdem noch so grandios aufspielen würden, das verschlägt einem die Sprache."

Nicht nur seine Spieler, auch Martin Rubin machte im dritten Final alles richtig. Die Thuner stellten die Aufstellung um. Markus Hüsser begann am rechten Flügel und spielte sehr stark. Ausserdem setzte Rubin auf einen neuen Torhüter. Goalie Marc Winkler spielte erstmals in diesen Playoffs von Anfang an. Winkler und der Thuner Spielmacher Roman Caspar führten Wacker Thun dann früh zum Sieg. Der Aufbauer erzielte schon in der ersten Viertelstunde fünf der ersten zehn Tore Wackers. Insgesamt gelangen Caspar sieben Tore, womit er der erfolgreichste Thuner Werfer war. Keeper Winkler, in den ersten beiden Finalspielen hinter Andreas Merz nur die Nummer 2, parierte schon in den ersten 21 Minuten zehn Schüsse. Insgesamt gelangen ihm 18 Paraden.

Als ganz neu präsentierte sich für Marc Winkler die Situation nicht. Vor einem Jahr hatten sich Andreas Merz, der in den ersten beiden Finals nie nach Wunsch zu Hochform aufgelaufen war, und Winkler die Einsatzzeit gleichmässig geteilt. Erst diese Saison etablierte sich Merz als Nummer 1 im Tor der Thuner. Im Spiel der letzten Chance durfte nun erstmals wieder Winkler von Anfang an ran. "Und es ist natürlich toll, dass ich der Mannschaft auf Anhieb so gut helfen konnte."

Und die Kadetten? Wollten sie noch gar nicht Meister werden? "So ist es sicher nicht", entgegnet Trainer Matjaz Tominec. "Wir sind nach Thun gereist und wollten natürlich auch dieses Spiel unbedingt gewinnen. Aber Wacker Thun ist eine starke Mannschaft. Vor einer Woche mussten wir die beste Leistung der gesamten Saison zeigen, um in Thun zu siegen. Natürlich spielten wir heute nicht gut. Andererseits ist dem Gegner gerade in der Startphase alles gelungen. Und wenn der Rückstand dann mal sechs Tore beträgt, verlierst Du den Mut." Die Kadetten resignierten entsprechend früh. Auf beiden Seiten wurden in der zweiten Spielhälfte die Schlüsselspieler geschont. Der Maximalvorsprung der Thuner betrug elf Tore (25:14 und 26:15). Die Kadetten Schaffhausen kamen erst mit dem letzten Angriff nochmals bis auf sechs Tore an Wacker heran.

Trotz des Thuner Kantersieges bleiben die Vorteile im Meisterschaftsrennen auf Seite der Kadetten. Es gibt sogar eine Parallele zum Debakel der Schaffhauser vom Pfingstsamstag. Vor sieben Jahren verloren die Kadetten in der Thuner Lachenhalle ebenfalls ein Playoff-Spiel mit 19:37. Auch damals gelang den Thunern schon in der Startphase alles, worauf sich der damalige Kadetten-Trainer Trainer Goran Perkovac und sein Team widerstandslos in eine Niederlage mit 18 Toren Unterschied ergaben. Am Ende gewannen aber die Kadetten die Halbfinalserie; zwei Wochen später wurden sie zum zweiten Mal Schweizer Meister.

"Schaffhausen ist insgesamt im Final sicher immer noch im Vorteil", weiss auch Martin Rubin. "In der Zeitung habe ich aber heute gelesen, dass die Kadetten seit sieben Jahren kein Playoff-Heimspiel mehr verloren haben. Diese Serie zu brechen, das muss jetzt unser Ziel sein. Am Pfingstsamstag haben wir gesehen, was ein guter Goalie ausmachen kann. Und die Torhüter sehen gut aus, wenn wir gut verteidigen. Wenn wir am Donnerstag in Schaffhausen genau gleich gut spielen wie am Samstag, dann werden wir wieder gewinnen. Aber ich weiss: Das ist einfacher gesagt, als getan."

NLA. Playoff-Final (best of 5). 3. Runde:
Wacker Thun (1.) - Kadetten Schaffhausen (2.) 37:31 (21:12); Stand 1:2. -
Nächstes Spiel am Donnerstag, 20 Uhr, in Schaffhausen.

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Quelle: Sportinformation (Si)

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17.05.2013
Kreuzlingen steigt doppelt in die zweithöchste Liga auf

Sowohl die Männer als auch die Frauen des HSC Kreuzlingen haben in den vergangenen Tagen den Aufstieg aus der 1. Liga in die NLB, beziehungsweise die SPL2 geschafft. Während die Männer – bei denen nun Tobias Eblen das Traneramt vom Duo Mierzwa/Schädler übernimmt – damit ihr langfristig gestecktes Ziel erreichten, schafften die Frauen eine Überraschung: Sie düpierten in der Barrage den HC Malters und schickten die Luzernerinnen zurück in die dritthöchste Spielklasse.

Zusammen mit dem STV Baden, der ebenfalls die Promotion in die zweitstärkste Männer-Liga geschafft hat, gab sich der HSC in der Finalrunde der 1. Liga keine Blösse. Die Thurgauer schafften damit nach zuletzt teils knappem Scheitern den erhofften Sprung in die NLB. Und mit dem Trainerwechsel hat der HSC Kreuzlingen auch gleich die Weichen für die Zukunft gestellt: Für das nach dreijähriger Amtszeit und dem NLB-Aufstieg als Krönung zurückgetretene Trainerduo Alexander Mierzwa/Frank Schädler haben die Hafenstädter den 36-jährigen Tobias Eblen als Spielertrainer verpflichtet. Der Deutsche hatte auf die Saison 2012/13 hin vom Bundesligisten HSG Konstanz zu den Thurgauern gewechselt.

"Wir sind überzeugt, mit Tobias Eblen eine massgeschneiderte Lösung in der Trainerfrage gefunden zu haben," zeigt sich HSCK-Präsident Patrick Müller überzeugt. Nach dem beruflich bedingten Rücktritt des erfolgreichen Trainerduos Mierzwa/Schädler sei der 36-jährige Eblen schnell in den Focus gerückt. Der diplomierte Physiotherapeut, der in Pfyn arbeitet und in Kreuzlingen wohnt, bringe viel Erfahrung als Spieler in der 2. und 3. Bundesliga mit und habe sich zudem sofort zu einem Teamleader entwickelt, der als Mittelmann und Spielmacher grosse Akzeptanz innerhalb der Mannschaft geniesse.

Der Aufstieg der HSCK-Frauen in die SPAR PREMIUM LEAGUE 2 hingegen ist eine riesige Überraschung. Erst ein Jahr zuvor war ihnen die Promotion in die 1. Liga gelungen. Und die Saison verlief personell, geprägt von Verletzungen, Krankheiten und sonstigen Absenzen, alles andere als optimal. Dass sich die Kreuzlingerinnen hinter Direktaufsteiger Zug II den zweiten Platz sichern und sich damit für die Barragespiele gegen den Zweitletzten der SPL2, den HC Malters, qualifizieren konnten, war bereits ein grosser Erfolg. Mit dem Überraschungscoup gegen die Innerschweizerinnen wurde nun diese ausserordentliche Spielzeit gekrönt.

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Quelle: HSC Kreuzlingen

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25.05.2011
KADETTEN ZUM FÜNFTEN MAL SCHWEIZER MEISTER

Die Kadetten Schaffhausen haben im Playoff-Final der Männer gegen Pfadi Winterthur auch das dritte Spiel gewonnen und die Best-of-5-Serie damit vorzeitig entschieden. Die Kadetten fertigten Pfadi vor 1400 Zuschauern im Schweizersbild gleich mit 38:25 ab. Für den aktuellen Branchenprimus ist es nach 2005, 2006, 2007 und 2010 der fünfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Nach zwei hart umkämpften Finalspielen war die dritte Partie bereits nach der ersten Hälfte (17:11) vorentschieden. Dank sechs Toren in den ersten sieben Angriffen führten die Kadetten rasch 6:2 (9.) und liessen die Winterthurer in der Folge nicht mehr näher als bis auf zwei Tore herankommen. Das Heimteam agierte in der Offensive sehr geduldig und routiniert, liess den Ball so lange zirkulieren, bis sich eine Lücke auftat. Die Angriffseffizienz der Schaffhauser in den ersten 30 Minuten betrug sehr starke 71 Prozent.

In der Verteidigung nahmen die Kadetten Pfadis Topskorer Marco Kurth (1 Tor) aus dem Spiel, indem er quasi manngedeckt wurde. Auf diese taktische Massnahme wussten die Gäste kein Rezept; einzig Michal Svajlen (7 Treffer) vermochte bei den Winterthurern in der Offensive zu überzeugen. Zudem scheiterte Pfadi nicht weniger als 19-mal an Kadettens Torhüter Björgvin Gustavsson, der sich einen Tag nach seinem 26. Geburtstag mit einer weiteren Topleistung aus der Schweiz verabschiedete – der isländische Nationalgoalie und Publikumsliebling wechselt in die Bundesliga zu Magdeburg.
 
Nach der Pause setzten sich die Gastgeber bis zur 37. Minute auf 22:12 ab, worauf der Widerstand von Pfadi endgültig gebrochen war. So konnte die Mehrheit der 1400 Zuschauer in der Schweizersbildhalle frühzeitig mit der Meisterfeier beginnen. Zum besten Torschützen der Kadetten avancierte der Serbe Aleksandar Stojanovic mit neun Toren. Iwan Ursic traf siebenmal. Der Este Mait Patrail verabschiedete sich mit sechs Treffern nach Lemgo.

"Das war eine mehr als perfekte Saison", sagte Präsident Giorgio Behr. Captain David Graubner ergänzte: "Ich wüsste nicht, was wir in dieser Saison anders hätten machen können." In der Tat erreichten die Kadetten sämtliche Ziele: Nach 2004/2005 und 2006/2007 gewannen sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Davor hatten sie den Supercup für sich entschieden und erstmals in der Champions League die Gruppenphase überstanden.
 
In der Schweiz war der Gewinn von drei Titeln nichts als logisch. Die Kadetten bewegen sich in einer eigenen Liga. Und wäre kurz vor dem Saisonstart nicht die Einführung eines Playoff-Finals beschlossen worden, hätte es keinerlei Spannung im Kampf um die Meistertrophäe gegeben. Denn in den ersten 30 Begegnungen gaben die Schaffhauser bloss vier Punkte ab, wobei sie nur einmal verloren (gegen Pfadi). In den letzten beiden Runden der Finalrunde setzte es noch Niederlagen gegen Wacker Thun und Kriens-Luzern ab, allerdings schonten die Kadetten dabei einige Spieler.
 
Trotz der Überlegenheit hatten die Kadetten "riesigen Respekt" (Behr) vor der Finalserie. Es sei nicht so einfach, wenn man während Wochen nicht gefordert werde und dann plötzlich gewinnen müsse. Graubner empfand es vor den Playoffs als "enorm schwierig". Es sei eine Belastung gewesen. Jeder habe einen Sieg erwartet. Der Druck sei enorm gewesen. Sie hätten sich "extrem lächerlich" machen können. Nun gewinnt er der Finalserie positive Aspekte ab: "Es macht mehr Spass, so Meister zu werden. Und für die Fans war es ein gutes Erlebnis. Pfadi hat uns mehr abverlangt, als uns lieb war." Von daher sei es sicher ein Traumfinal gewesen und sei die Genugtuung gross.

Behr verspürte nach dem Titelgewinn eine grosse Befriedigung: "Ich habe einen riesen Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft. Mit Ausnahme der letzten beiden Partien in der Finalrunde spielten wir unglaublich diszipliniert. Das muss man zuerst machen. Wir haben gegenüber der vorangegangenen Saison nochmals zugelegt, obwohl das Budget (dieses beträgt offiziell 2,5 Millionen Franken) um zehn Prozent reduziert wurde."
 
Für die kommende Spielzeit wird das Budget gemäss Behr nochmals um zehn Prozent reduziert. Dennoch werden die Kadetten erneut als klarer Favorit in die Saison steigen, umso mehr, als das Kader noch breiter besetzt sein wird. Bislang stehen den Abgängen von Björgvin Gustavsson (Magdeburg), Mait Patrail (Lemgo), Jan Filip (noch offen) und Fabio Baviera (Kriens-Luzern) die Zuzüge von Arunas Vaskevicius (GC Amicitia), Marko Vukelic (Kriens-Luzern), Nik Tominec (Maribor), Ruben Schelbert (RTV Basel) sowie Andrija Pendic (Suhr Aarau) gegenüber. Zudem dürfte als Nachfolger von Patrail der 19-jährige, 2,02 m grosse Deutsche Christian Dissinger (Ludwigshafen-Friesenheim) verpflichtet werden; dieser gilt als grosses Talent und ist gemäss Behr auch "ein sehr guter Abwehrspieler." Sie seien gut unterwegs, ist der Präsident deshalb überzeugt.
 
Sicher einen Schritt vorwärts machen die Kadetten bezüglich Halle, werden sie doch nicht mehr in der nicht sehr komfortablen Schweizersbildhalle, sondern in der bald fertiggestellten "BBC-Arena" spielen. Diese wird 2400 Sitz- sowie rund 700 Stehplätze umfassen. Für Behr ist die neue Halle ein "entscheidender Schritt". Graubner sprach davon, dass "ein kleiner Traum" in Erfüllung gehe.

Playoff-Final. Spiel 3: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11). Endstand: 3:0.

Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11)
Schweizersbild – 1400 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1, 4:2, 6:2, 8:4, 8:6, 10:8, 13:8, 14:10, 16:10, 17:11; 18:12, 22:12 (37.), 24:14, 24:16, 27:19, 29:19, 29:20, 31:20, 32:21, 32:23, 34:23, 34:24, 36:24, 36:25, 38:25.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen, 4mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.
Kadetten: Gustavsson; Kukucka (1), Goepfert (3), Graubner (1), Patrail (6), Filip (2/1), Starczan (1/1), Cvijetic (2), Baviera, Jurca (6/2), Stojanovic (9), Bucher, Ursic (7/2).
Pfadi: Pramuk/Baur; Krauthoff (4), Kasapidis (1), Hess (3), Kurth (1), Grimm (2), Kipili (1), Steiner (1), Krieg (2), Scheuner (2), Svajlen (7), Tarhai (1).
Bemerkungen: Kadetten ohne Vrany. Pfadi ohne Bay (beide verletzt) und Severin Brüngger (Beruf). Gustavsson hält Penalties von Kurth (4./2:1) und Krieg (49./28:19). Baur hält Penalty von Ursic (21./10:8).

Die Kadetten feiern ihren fünften Meistertitel. (Bild: FOTO WAGNER)

      
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Quelle: Sportinformation (si)

 

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