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Sa 18.05.13 17:30
Wacker Thun - Kadetten SH
Do 23.05.13 20:00 - evtl.
Kadetten SH - Wacker Thun
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Jubel am Bodensee
Beim HSC Kreuzlingen steigen sowohl die Männer als auch die Frauen in die zweit- höchste Spielklasse auf. Die Männer erhalten mit Tobias Eblen einen neuen Trainer.
Auf Meisterkurs
Die Kadetten gewinnen das zweite Playoff-Finalspiel gegen Thun mit 32:26 können sich am Samstag (ab 17.30 Uhr) mit einem Sieg in Thun bereits den Titel sichern.
Standortbestimmung
Die Schweizer Juniorinnen der Jahrgänge 1994 und jünger bestreiten am Wochenende die EM-Qualifikation. Die SHV-Auswahl will ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen.
Überflieger
Der Sympany-Cup heisst neu Airport-Trophy. Die Besetzung am U21-Vierländerturnier vom 28. bis 30. Juni in Kloten ist aber auch in diesem Jahr wieder Weltklasse.
17.05.2013
Kreuzlingen steigt doppelt in die zweithöchste Liga auf

Sowohl die Männer als auch die Frauen des HSC Kreuzlingen haben in den vergangenen Tagen den Aufstieg aus der 1. Liga in die NLB, beziehungsweise die SPL2 geschafft. Während die Männer – bei denen nun Tobias Eblen das Traneramt vom Duo Mierzwa/Schädler übernimmt – damit ihr langfristig gestecktes Ziel erreichten, schafften die Frauen eine Überraschung: Sie düpierten in der Barrage den HC Malters und schickten die Luzernerinnen zurück in die dritthöchste Spielklasse.

Zusammen mit dem STV Baden, der ebenfalls die Promotion in die zweitstärkste Männer-Liga geschafft hat, gab sich der HSC in der Finalrunde der 1. Liga keine Blösse. Die Thurgauer schafften damit nach zuletzt teils knappem Scheitern den erhofften Sprung in die NLB. Und mit dem Trainerwechsel hat der HSC Kreuzlingen auch gleich die Weichen für die Zukunft gestellt: Für das nach dreijähriger Amtszeit und dem NLB-Aufstieg als Krönung zurückgetretene Trainerduo Alexander Mierzwa/Frank Schädler haben die Hafenstädter den 36-jährigen Tobias Eblen als Spielertrainer verpflichtet. Der Deutsche hatte auf die Saison 2012/13 hin vom Bundesligisten HSG Konstanz zu den Thurgauern gewechselt.

"Wir sind überzeugt, mit Tobias Eblen eine massgeschneiderte Lösung in der Trainerfrage gefunden zu haben," zeigt sich HSCK-Präsident Patrick Müller überzeugt. Nach dem beruflich bedingten Rücktritt des erfolgreichen Trainerduos Mierzwa/Schädler sei der 36-jährige Eblen schnell in den Focus gerückt. Der diplomierte Physiotherapeut, der in Pfyn arbeitet und in Kreuzlingen wohnt, bringe viel Erfahrung als Spieler in der 2. und 3. Bundesliga mit und habe sich zudem sofort zu einem Teamleader entwickelt, der als Mittelmann und Spielmacher grosse Akzeptanz innerhalb der Mannschaft geniesse.

Der Aufstieg der HSCK-Frauen in die SPAR PREMIUM LEAGUE 2 hingegen ist eine riesige Überraschung. Erst ein Jahr zuvor war ihnen die Promotion in die 1. Liga gelungen. Und die Saison verlief personell, geprägt von Verletzungen, Krankheiten und sonstigen Absenzen, alles andere als optimal. Dass sich die Kreuzlingerinnen hinter Direktaufsteiger Zug II den zweiten Platz sichern und sich damit für die Barragespiele gegen den Zweitletzten der SPL2, den HC Malters, qualifizieren konnten, war bereits ein grosser Erfolg. Mit dem Überraschungscoup gegen die Innerschweizerinnen wurde nun diese ausserordentliche Spielzeit gekrönt.

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Quelle: HSC Kreuzlingen

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17.05.2013
NLA: Die Kadetten stehen vor dem siebten Meistertitel

Den Kadetten Schaffhausen fehlt bloss noch ein weiterer Sieg zum siebenten Handball-Meistertitel seit 2005. Die Kadetten gewannen den zweiten Playoff-Final gegen Wacker Thun daheim mit 32:26 und führen in der Best-of-5-Serie mit 2:0 Siegen. Für Qualifikationssieger Wacker Thun war es ein Spiel der vergebenen Möglichkeiten. Die Kadetten Schaffhausen traten vor den 1540 Zuschauern in der heimischen BBC-Arena nicht mehr so selbstbewusst, stilsicher und überlegen auf wie letzten Samstag im ersten Final. Dennoch lagen die Schaffhauser mehrheitlich in Führung. Die Berner Oberländer behielten nur gerade bis zur 13. Minute (3:1 und 5:4) die Nase vorne, innerhalb von fünf Minuten machte Schaffhausen aus dem 4:5 ein 9:6; in der Folge gerieten die Gastgeber nie mehr in Rückstand.

Dennoch blieb lange die Spannung im hektischen, unterhaltsamen, aber nicht hochklassigen Spiel. Elf Minuten vor Schluss gelang Wacker Thun, das nach 36 Minuten mit vier Toren zurückgelegen war (14:18), nochmals der Ausgleich zum 24:24. Der Serbe Aleksandar Stojanovic mit seinem einzigen Tor an diesem Abend brachte die Kadetten aber wieder in Führung. Und in den Schlussminuten fehlte Wacker Thun die Cleverness. Der Thuner Nikola Isailovic suchte bei 24:25 völlig überhastet den Abschluss, der wenig eingesetzte Thuner Thomas Rathgeb leistete sich daraufhin eine unnötige Zweiminutenstrafe. "In vielen Phasen fehlte uns die nötige Ruhe und Abgeklärtheit", stellte der Thuner Trainer Martin Rubin fest. "Es stimmt: die Kadetten wären zu packen gewesen. Wer weiss, was passiert wäre, wenn wir in der zweiten Hälfte mal mit einem oder zwei Tore hätten in Führung gehen können."

Wacker Thun fehlte im Finish nicht nur die Übersicht, sondern auch das nötige Schlachtenglück. Am besten kam das nach 54 Minuten zum Ausdruck, als der zweite Thuner Goalie Marc Winkler einen Siebenmeter des herausragenden Rumänen Rares Jurca (11 Tore) parierte, der Abpraller aber in die Hände von Andrija Pendic flog, der zum 27:25 vollstreckte. Erst ganz am Schluss resignierten die Thuner, was es dem Heimteam ermöglichte, aus dem 26:25 in den letzten fünf Minuten noch ein 32:26 zu machen.

Ins Gewicht fiel am Ende nicht nur die fehlende Routine der Thuner, sondern auch die fehlende Disziplin. Sieben Zweiminutenstrafen kassierte Wacker. In Unterzahl handelten sie sich ein Sechstoredefizit ein, was sich in einem Spiel, das fünf Minuten vor Schluss 25:26 steht, natürlich als fatal erweis. Luca Linder, bekannt als ungemein fairer Akteur, wurde nach der dritten Zweiminutenstrafe ausgeschlossen. Und Reto Friedli handelte sich sogar während der Halbzeitspause eine Zweiminutenstrafe ein, weil er den Gegner hämisch ausgelacht hat. Als nicht hilfreich erwies sich ausserdem, dass Lukas von Deschwanden, der Topskorer der Schweizer Liga, nur auf eine Wurfquote von 42 Prozent kam (6 Tore aus 14 Abschlüssen).

Die Kadetten Schaffhausen feierten am Ende zwei Matchwinner. Jurca war mit seinen elf Toren natürlich der eine. Jurca erzielte per Siebenmeter die ersten drei Treffer der Kadetten und sorgte so dafür, dass Thun in der Startphase, als es Schaffhausen wie in Spiel 1 (diesmal erfolglos) mit einer offensiven Deckung versuchte, nicht davonziehen konnte. Der 27-jährige Goalie Remo Quadrelli erwies sich als zweiter Held der Kadetten. Er parierte 18 Schüsse; dreimal mehr als die beiden Thuner Torhüter Merz (6) und Winkler (6). Quadrelli bestritt womöglich sein letztes Heimspiel in der BBC-Arena. Trotz seiner erst 27 Jahre tritt er Ende Saison zurück, weil "ich endlich zu arbeiten beginnen muss".

Die Kadetten Schaffhausen kommen am Pfingstsamstag in der Thuner Lachenhalle zum ersten Matchball. Wacker Thun hofft natürlich, dass sie den Kadetten den Meistertitel noch streitig machen können. Martin Rubin: "Entscheidend wird sein, wie die Mannschaft mit dieser zweiten Niederlage umgeht, nachdem wir unsere Chancen gehabt und extrem viel in dieses Spiel investiert haben." So oder so ist für Wacker Thun der Weg zum ersten Meistertitel unglaublich schwierig, steil und beschwerlich geworden. Denn die Kadetten sind in den Playoffs in der eigenen Halle fast nicht zu bezwingen. Die letzte Playoff-Heimniederlage kassierten sie am 14. Mai 2006 mit 20:28 gegen die Grasshoppes - also vor über sieben Jahren.

NLA. Playoff-Final (best of 5). 2. Runde:

Kadetten Schaffhausen (2.) - Wacker Thun (1.) 32:26 (15:13); Stand 2:0
Nächstes Spiel am Samstag, 17.30 Uhr, in Thun.

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Quelle: Sportinformation (Si)

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15.05.2013
EM-Qualifikation: Standortbestimmung für die U19-Juniorinnen

Die Schweizer U19-Juniorinnen bestreiten am kommenden Wochenende im kroatischen Vrbovec die EM-Qualifikation. Die SHV-Auswahl von Trainer Pavol Streicher bekommt es mit Spanien, Kroatien und Litauen zu tun. Die beiden bestklassierten Teams der Gruppe schaffen den direkten Sprung an die EM-Endrunde vom 1. bis 11. August 2013 in Dänemark.

Die Schweizerinnen, die am vergangenen Wochenende im Training den Ausfall von Leistungsträgerin Aline Mathys (Oberschenkelzerrung) verkraften mussten, haben für die aktuelle EM-Qualifikation eine denkbar starke Gruppe erwischt. «Gegen Spanien und Kroatien wird es für uns sehr schwierig, und Litauen dürfen wir ebenfalls nicht unterschätzen», sagt Nationaltrainer Pavol Streicher. Die Auswahl der Jahrgänge 1994 und jünger will darum an der Ausscheidung vorab ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen. «Wir werden ganz sicher nicht nach Kroatien reisen um sechs Punkte zu verschenken. Unsere Mädels haben zuletzt sehr gut trainiert und sind bestens vorbereitet. Ganz allgemein bin ich zufrieden, wie sich dieses Team entwickelt hat. Jetzt werden wir an der Qualifikation sehen, wie wir im Vergleich zu den Topnationen stehen», sagt Pavol Streicher.

Dass die Schweizer U19-Juniorinnen in der Lage sind, starke Leistungen abzurufen, bewiesen sie in dieser Saison bereits mit mehreren Siegen gegen die Slowakei oder auch gegen Tunesien. Die Kontrahenten an der EM-Qualifikation in Kroatien verkörpern aber noch einmal eine andere Hausnummer. «Wir müssen von diesem Turnier möglichst viel Positives mitnehmen und unsere Hoffnungsträgerinnen weiter fördern und unterstützen», sagt Pavol Streicher. Gefordert werden die Juniorinnen der Jahrgänge 1994 und jünger dabei auf jeden Fall: Zum Auftakt der Ausscheidung bekommen es die Schweizerinnen am Freitag um 17 Uhr nämlich sogleich mit Spanien zu tun.
 


 
U19-EM-Qualifikation: Das Schweizer Aufgebot


Tor: Simona Krstic, Marion Betschart (beide LK Zug), Sladana Dokovic (LC Brühl). – Feld: Gianna Calchini, Nives Egli, Lisa Frey, Cheyenne Sommerhalder, Nadja Spaar (alle Spono Nottwil), Tatjana Emery (LC Brühl), Stefanie Javet, Svenja Stutz, Martina Traber (alle LK Zug), Selina Lorenz (Basel Regio), Jennifer Murer (Yellow Winterthur), Nina van Polanen, Pascale Wyder (beide TV Zofingen).
 

 
U19-EM-Qualifikation: Der Spielplan
Sämtliche Spiele in Vrbovec (Kroatien)

Freitag, 17. Mai
17.00 Uhr: Spanien – Schweiz
19.00 Uhr: Kroatien – Litauen

Samstag, 18. Mai
17.00 Uhr: Litauen – Spanien
19.00 Uhr: Kroatien – Schweiz

Sonntag, 19. Mai
15.00 Uhr: Litauen – Schweiz
17.00 Uhr: Kroatien – Spanien

Modus: Die beiden bestklassierten Teams der Gruppe qualifizieren sich direkt für die EM-Endrunde vom 1. bis 11. August 2013 in Dänemark.
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Quelle: Marco Ellenberger

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15.05.2013
Top-U21-Nationalteams an der Airport-Trophy in Kloten
Und wieder bietet die Schweiz dem Nachwuchs-Handball eine vielbeachtete Plattform. In der Klotener Ruebisbachhalle treffen vom 28. bis 30. Juni vier europäische Top-U21-Nationalteams aufeinander. Die «Airport-Trophy» (Nachfolge-Turnier des Sympany-Cups) stellt für alle teilnehmenden Teams eine wichtige Etappe auf dem Weg zur WM-Endrunde dar.

Der Name «Airport Trophy» ist zwar neu – doch das Turnier in der Klotener Ruebisbachhalle (und damit in unmittelbarer Nähe zum Flughafen) geniesst dank den bisherigen drei Austragungen als «Sympany-Cup» in der internationalen Nachwuchs-Handball-Förderung  einen hervorragenden Ruf. Das zeigt sich auch an der absoluten Top-Besetzung des Turniers 2013: Gastgeber Schweiz misst sich mit Deutschland, Frankreich und Spanien. Alle drei Nationen verfügen über eine anerkannt gute Nachwuchsbewegung, die sich später auch auf den Aktivbereich auswirkt. Mit Spanien, Deutschland und Frankreich sind denn auch die Nachwuchsspieler der ältesten Nachwuchskategorien aus jenen drei Ländern in Kloten zu Gast, die zuletzt nacheinander den Weltmeistertitel geholt hatten.

Für alle vier Teams steht das Turnier in Kloten ganz im Zeichen der bevorstehenden U21-Junioren-Weltmeisterschaft, deren Endrunde Mitte Juli in Bosnien-Herzegowina stattfinden wird. Am Turnier selber darf denn auch absoluter Topsport erwartet werden, bildet doch der Anlass so etwas wie den Kern der WM-Vorbereitung. Das gilt insbesondere auch für das Schweizer U21-Nationalteam. Die Mannschaft von Nationalcoach Michael Suter hat in den vergangenen Jahren für einen wahren Höhenflug des Schweizer Nachwuchs-Handballs gesorgt und qualifizierte sich drei Mal in Serie für internationale Grossanlässe. Die gezielte Förderung zahlte sich darüber hinaus aus, gehören doch einige Spieler dieser Auswahl bereits heute zu Kadern von NLA-Topteams – oder sogar zum A-Nationalteam. Verschiedene Spieler der Schweizer U21-Auswahl haben diesen Frühling in Magglingen die Sport-Rekrutenschule absolviert. Damit konnte sich die Mannschaft sehr gut auf das Turnier in Kloten vorbereiten und wird die Plattform mit Sicherheit nutzen wollen. Von Verletzungen abgesehen dürfte Michael Suter denn auch das bestmögliche Kader zur Verfügung haben, mit dem er drei Wochen später die U21-WM in Angriff nehmen will.

Ergänzt wird der dreitätige Anlass mit zwei Auftritten der Schweizer U17-Nationalmannschaft, die zweimal gegen die Alterskollegen Deutschlands testet. Organisiert wird der Event auch in diesem Jahr vom HC Kloten, der mit rund 60 Helferinnen und Helfern dafür sorgt, dass es Turnierbesuchern an nichts mangelt.
 

 
Airport-Trophy, Ruebisbachhalle, Kloten

Freitag, 28. Juni
16.45 Uhr: Schweiz – Deutschland (U17)
19.00 Uhr: Deutschland – Spanien (U21)
21.15 Uhr: Schweiz – Frankreich (U21)

Samstag 29. Juni
13.45 Uhr: Schweiz – Deutschland (U17)
16.00 Uhr: Frankreich – Spanien (U21)
18.15 Uhr: Schweiz – Deutschland (U21)

Sonntag 30. Juni
11.00 Deutschland – Frankreich (U21)
13.15 Schweiz – Spanien (U21)

Weitere Informationen: www.airport-trophy.ch
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Quelle: Airport-Trophy

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15.04.2012
Cup Männer: WACKER THUN SCHAFFT DEN COUP

Wacker Thun hat sich sensationell den dritten Cupsieg seiner Geschichte gesichert. Vor 1690 Zuschauern in der Stadthalle Sursee setzten sich die Berner Oberländer gegen die Kadetten Schaffhausen in einer hochklassigen Partie mit 29:26 durch. Die Thuner zeigten im ersten Durchgang eine herausragende Defensivleistung und lagen zur Pause mit 16:9 in Führung.

Emotionen, Spannung und Magic Moments am Final4 in Sursee. Wacker Thun hat es tatsächlich geschafft, den scheinbar übermächtigen Kadetten Schaffhausen im Cupfinal ein Bein zu stellen. Und die Mannschaft von Trainer Martin Rubin durfte sich am Ende vom lautstarken Anhang sogar als hochverdienter Sieger feiern lassen. Was die Berner Oberländer am Sonntagnachmittag ablieferten, war ein Meisterstück. "Wir wussten, dass die Kadetten das klar stärkste Team der Schweiz haben", sagte Rubin nach der Partie. "Aber wir wussten auch, dass wir sie an einem einzelnen, guten Tag besiegen können." Seine Akteure traten denn auch mit einer Leidenschaft und einer Motivation auf, die das Publikum von Beginn weg begeisterte und den Kadetten den Schneid abkaufte. Vor allem die Defensive war überragend. Unterstützt vom starken Keeper Andreas Merz (16 Paraden) machten die Thuner zwischen der 21. und der 30. Minute den Laden dicht und zogen von 9:9 auf 16:9 davon. Es sollte am Ende bereits die Entscheidung des Cupfinals sein.

Wer nach dem Seitenwechsel nämlich den Schaffhauser Sturmlauf in Verbindung mit einer Aufholjagd erwartete, wurde von den hervorragend eingestellten Thunern eines Besseren belehrt. Die Kadetten, die zuweilen hektisch agierten und nie zu ihrem gewohnten Tempospiel fanden, konnten den Abstand trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nicht verkürzen, im Gegenteil: Wacker zog bis zur 44. Minute (23:15) gar erstmals auf acht Tore davon. Zwar kamen die Kadetten nun in der Offensive zu einfacheren Treffern, doch die ausgeglichenen und immer souveränen Thuner kamen vorab über Borna Franic (8), Jonas Dähler (5) oder Nikola Isailovic (4) immer wieder zu den wichtigen Toren, um die Schaffhauser auf Distanz zu halten. Erst in den letzten sieben Minuten begannen die Nerven auf Seiten der Thuner etwas zu flattern. Leszek Starcan brachte die Kadetten praktisch im Alleingang noch einmal auf 25:28 heran. Der letzte Treffer von Philipp Buri zum 29:25 (58.) räumte aber auch die letzten Zweifel über den Überraschungsieg aus dem Weg.


Schweizer Cup Männer, Final

Wacker Thun – Kadetten Schaffhausen 29:26 (16:9)

Stadthalle, Sursee – 1690 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 2:1, 2:3, 6:7, 9:7, 9:9 (21.), 16:9; 19:13, 21:13, 21:15, 23:15, 25:17, 25:19, 27:20, 27:22, 28:22, 28:25 (58.), 29:26.
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Wacker Thun, 6mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen.
Wacker: Merz/Winkler (für 1 Penalty); Caspar, Szymanski (3), Franic (8), Linder (4/2), Buri (2), Dähler (5), Friedli, von Deschwanden (3), Isailovic (4).
Kadetten: Vaskevicius/Bläuenstein (28. bis 30. und ab 45.); Kukucka (6/2), Vrany, Goepfert, Graubner (2), Pendic, Starczan (5/3), Stojanovic (1), Schelbert, Jurca (5), Bucher (1), Ursic (2), Tominec (4).
Bemerkungen: Kadetten ohne Dissinger und Quadrelli (beide verletzt). Merz hält Penaltys von Kukucka (21./9:8) sowie Ursic (28./14:9 und 40./21:13). Vaskevicius hält Penalty von Linder (24./10:9), Linder verwertet im Nachschuss.

Wacker Thun, Cupsieger 2012. (Bild: FOTO WAGNER)

 

Trainer Martin Rubin führte seine Mannschaft zum Erfolg. (Bild: FOTO WAGNER)

 

Die Kadetten (hier Iwan Ursic) straucheln im Cupfinal. (Bild: FOTO WAGNER)

 

Emotionen ohne Ende: Andreas Merz und die Fans von Wacker Thun. (Bild: FOTO WAGNER)

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Quelle: Marco Ellenberger

 

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