Portner und Meister gewinnen Champions League – SRF-Interview zum Nachlesen

International  •  16.06.2023

Meister und Portner mit der Champions-League-Trophäe

Nach zwei dramatischen Siegen am Final4 der Champions League in Köln über Barcelona (ESP) und Kielce (POL) kürt sich der SC Magdeburg um den Schweizer Torhüter Nikola Portner und Kreisläufer Lucas Meister zu den Handball-Königen Europas.

Medien-Echo

Nicht alle Tage gewinnen zwei Schweizer die Champions League. Folglich war auch das Medienecho gross. Nikola Portner hat gegenüber dem Schweizer Fernsehen ein längeres Interview gegeben. Aber auch in der französischen Sport-Bibel "L'Equipe" war der Torhüter Thema. Im Gespräch mit den französischen Kollegen sagt Portner unter anderem: «Es ist unglaublich. Dies ist mein zweiter Champions-League-Titel, ich bin doch nur ein kleiner Schweizer! Aber ich habe es geschafft - aus einem Land, in dem Handball nicht die grösste Sportart ist - nach oben an die Spitze zu kommen und mich zum zweiten Mal als Champions-League-Sieger hier wiederzufinden. Es ist magisch.»

Die Beiträge können mit einem Klick auf die untenstehenden Links nachgelesen werden. 

« ... doch Portner, Portner, immer wieder Portner hält die abgefälschte Kugel!» 

In Köln wurde am Samstag und Sonntag mittels Final4-Turnier die Champions League entschieden – und mittendrin läuft ein Schweizer zu Hochform auf. Nationaltorhüter Nikola Portner hatte massgeblichen Anteil am Königsklassen-Triumph seines SC Magdeburg. 

26:26 steht es im Final der Champions League zwischen dem SC Magdeburg und dem polnischen Spitzenklub Kielce, noch wenige Sekunden sind zu spielen. Die Polen sind in Ballbesitz, kommen zum Abschluss, können das Ding klar machen - doch im Tor hext einmal mehr der Schweizer Nationaltorhüter Nikola Portner. Der 29-Jährige zeigt seine vielleicht wichtigste Parade der Karriere, hält einen abgefälschten Ball und rettet seine Farben in die Verlängerung. Auf der Magdeburger Vereinswebsite ist zu lesen: « ... doch Portner, Portner, immer wieder Portner hält die abgefälschte Kugel!» 

In ebendieser Verlängerung behalten die Deutschen die Oberhand, gewinnen den Krimi am Ende mit 30:29 und somit zum vierten Mal in der Klub-Geschichte die Champions League. Für Torhüter Nikola Portner ist es nach dem Triumph mit Montpellier im Jahr 2018 bereits der zweite persönliche Titel in der Königsklasse. Wahnsinn. 

Portners Last-Minute-Parade im Video

Der Nationaltorhüter, der sich den Torwart-Posten bei Magdeburg mit dem dänischen Ausnahmekönner Mike Jensen teilt, darf im Champions-League-Final von Anfang ran. Er wird noch im Verlauf der ersten Halbzeit ausgetauscht, kommt nach dem Seitenwechsel wieder, hält bei 15:18 einen Siebenmeter und läuft dann zur absoluten Top-Form auf. 

Diese untermauert er schon am Samstag im Halbfinal gegen den FC Barcelona. Den Magdeburgern gelingt da das Husarenstück, die Spanier nach 25 Vollerfolgen en suite in der Champions League mal wieder als Verlierer vom Feld zu schicken. Ohne Drama geht es aber auch am Samstag nicht. Im Gegenteil. Die Deutschen kegeln Barcelona erst nach dem Siebenmeterschiessen raus. Es ist ein denkwürdiger Penalty-Shootout, treffen doch gleich drei Spanier hintereinander (!) das Tor nicht. Portner kommt im Halbfinal das erste Mal nach 21 Minuten auf die Platte, erzielt das 21:21 ins verlassene Gehäuse und hält im Spiel auch einen Penalty. Im Shootout wechselt er sich mit Mike Jensen ab. 

Champions-League-Sieger darf sich neben Nikola Portner auch ein zweiter Schweizer nennen. Auch Lucas Meister figuriert am Final-Wochenende im Magdeburger Kader. Zwar kommt dem Kreisläufer am Samstag und Sonntag keine tragende Rolle zu, diese hatte er im Frühling aber mehrmals inne, als die Magdeburger auch mit Verletzungspech kämpften.

Portner und Meister präsentieren am Montagabend um 17.30 Uhr auf dem Rathaus-Balkon in Magdeburg tausenden Fans die Champions-League-Trophäe und dürfen sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Es ist ein Mega-Empfang den die Fans ihren Helden bieten.

Das Final-Turnier in Köln schreibt auch dieses Jahr viele Geschichten. Leider spielt sich in der Lanxess Arena auch eine Tragödie ab. Während dem Final bricht ein polnischer Journalist zusammen und verstirbt eine Stunde nach Abpfiff im Spital. 

Portner Meister Magdeburg Balkon 2
Quelle: Raphael Bischof (Text), zVg (Foto)

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