Schweizer 34:32-Sieg gegen Portugal zum Abschluss der Carpati Trophy

Nationalteam Frauen  •  25.11.2023

Aufgebot Rumänien Frauen

Das Schweizer Nationalteam holt sich am letzten Spieltag der Carpati Trophy in Rumänien einen Sieg: Gegen die Portugiesinnen setzen sich Tabea Schmid und Co. in einer torreichen Partie mit 34:32 durch und schliessen das Turnier auf dem 3, Rang ab. Auf der «Road to Basel 2024» stehen als nächstes die EHF EURO-Cupspiele anfangs März gegen Ungarn an.

Zusammengefasst

Im Angriff top, in der Abwehr weiter Potenzial: Das Schweizer Frauen-Nationalteam schliesst das Vierländerturnier «Carpati Trophy» in Rumänien mit einem 34:32-Erfolg über Portugal ab. Seine beste Phase spielt das Team von Nationaltrainer Knut Ove Joa in der ersten Hälfte, in der zweiten Halbzeit bringt es sich hingegen selbst in Bedrängnis. Auf der «Road to Basel 2024» nimmt die Schweizer Nati wiederum viele Erfahrungen aus den drei Begegnungen, darunter gegen die WM-Teilnehmerinnen Rumänien und Österreich, mit.

Spielverlauf

In der Startphase des dritten Spiels innert 48 Stunden zeigen die Schweizerinnen eine konzentrierte Abwehrleistung, scheitern aber einige Male vor dem gegnerischen Tor. Die flinken Portugiesinnen gehen zwar in der 13. Minute mit 5:6 in Führung, doch das Team lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Zunächst verkürzt Tabea Schmid auf 6:7, kurz darauf kommt Alessia Riner zum freien Wurf vom Flügel und gleicht aus (7:7). Es ist abwehrtechnisch die stärkste Phase der Schweizerinnen an diesem Turnier, auch wenn sie kurz vor der Halbzeitpause noch zwei unnötige Gegentreffer einstecken müssen.

Umso ärgerlicher ist, dass die Schweiz zu Beginn der zweiten Halbzeit ihren 17:14-Vorsprung (zu) schnell wieder aus der Hand gibt – Patricia Rodrigues verwandelt den Siebenmeter in der 33. Minute zum 17:17, Portugal tankt wieder Selbstvertrauen. Mit drei aufeinanderfolgenden Treffern bringt Tabea Schmid ihr Team aber wieder zurück ins Spiel. Während der Schlussphase fallen Tore in rascher Folge, weder die Schweiz noch Portugal stehen in der Abwehr sicher. Mit dem erspielten Vorsprung bringt die Schweiz aber den 34:32-Sieg über die Zeit.

Aufgefallen

Kreisläuferin Tabea Schmid ist die torgefährlichste Spielerin im Schweizer Team am heutigen Tag. Mit 11 Toren aus 13 Würfen – davon ihr 100. Länderspieltor –, zwei provozierten Penaltys und 55 Minuten Einsatzzeit wird sie zum zweiten Mal als Best Player ausgezeichnet. Zum Turnierabschluss erhält sie zudem die Auszeichnung als «Best Defense Player».

Auch Kerstin Kündig als Regisseurin und mit 5 eigenen Treffern sowie die Flügelspielerinnen Mia Emmenegger, Melanie Felber und Alessia Riner zeigen positive Leistungen. In ihrem zweiten A-Länderspiel pariert Goalie Soraya Schaller zudem einen Penalty in der 55. Minute.

Schweiz Portugal Sieg

Stimmen

Assistenztrainerin Vroni Keller über den 34:32-Erfolg: «Die Spielerinnen hatten heute den Auftrag, besonders in der Defensive gute Akzente zu setzen. Das ist uns auch in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen – leider aber umso schlechter in der zweiten Hälfte. Dadurch haben wir uns selbst in eine unangenehme Lage gebracht. Gegen Spielende konnten wir uns im Angriff zwar noch einmal steigern, aber in der Deckung hat es weiter gehapert.»

Vroni Keller über die Carpati Trophy: «Alles in allem haben wir in diesen drei Spielen weitere Erfahrungen sammeln und dazulernen können. Besonders in der Abwehr haben wir aber noch viel zu tun, um uns im Deckungssystem über ein ganzes Spiel hinweg wiederzufinden. Ausserdem müssen wir die Last auf verschiedene Schultern verteilen können. Dabei sind wir auf dem guten Weg.»

Best Player Tabea Schmid: «Wir sind happy, dass wir das Turnier mit einem Sieg abschliessen können. Das tut gut, auch fürs Selbstvertrauen. Trotzdem sind wir nicht ganz zufrieden mit der gezeigten Leistung. Allgemein waren wir in der Deckung zu wenig konsequent und haben, wie schon in den ersten beiden Spielen, zu viele Tore über den Kreis bekommen. Auf die Abstimmungen und die Kommunikation müssen wir in den kommenden Lehrgängen den Fokus legen. Positiv ist, dass wir in allen drei Partien viele Tore geschossen haben, und das von allen Positionen.»

Tabea Schmid über ihre persönliche Leistung: «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung im Angriff. Das Zusammenspiel mit Kerstin und auch aus dem Rückspiel hat gut funktioniert, ich habe immer wieder von super Pässen profitiert. In der Deckung gehöre ich aber auch zu jenen, die noch konsequenter verteidigen und vermehrt Verantwortung übernehmen müssen.»

Telegramm

Portugal - Schweiz 32:34 (14:17)

TeraPlast Arena Bistrita (ROU), SR: Marza / Nedelea (CJ)

Portugal: Gois, Rosa; Monteiro (3), Sabino, Sequeira (1), Silva, Loureiro, Lima (4), Rodrigues N. (8), Rodrigues P. (7), Rebelo, Garces (4), Goncalves, Resende (3), Figueiredo, Unjanque (2).

Schweiz: Dokovic (10 Paraden), Brütsch, Schaller (1); Altherr, Bächtiger (2 Tore), Bucher (2), Emmenegger (4), Felber (3), Frey, Gautschi (1), Goldmann, Heinzer, Kähr, Kündig (5), Riner (3), Schmid (11), Wick (3), Wolff.

Strafen: 5x 2 Minuten gegen Portugal, 5x 2 Minuten gegen Schweiz.

Quelle: Carolin Thevenin (Text), Andreas Beck (Bild)

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