EHF EURO Cup: Deutliche Niederlage für die Schweizerinnen in Ungarn

Nationalteam Frauen  •  28.02.2024

Tabea Schmid Ungarn

Die Schweiz verliert ihr drittes Spiel im Rahmen des EHF EURO Cups auswärts in Tatabanya gegen Ungarn klar mit 26:38 (14:16).

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Schweizerinnen verkaufen ihre Haut bei ihrem dritten Auftritt im EHF EURO Cup teuer - allerdings nur eine Halbzeit lang. Nach gutem Beginn schalten sie trotz einer kurzen Schwächephase wieder einen Gang höher und müssen gegen das Weltklasse-Team Ungarn lediglich mit einem 14:16-Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel erweist sich die Aufgabe als zu gross, die Schweiz verliert nach dem Startsieg gegen Österreich und der Niederlage in Norwegen ihr drittes Spiel im EHF EURO Cup deutlich mit 26:38. 

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SPIELVERLAUF

Obwohl sie im ganzen Spiel nie in Führung liegen, starten die Schweizerinnen animiert in die Partie. Manuela Brütsch sorgt im Tor dafür, dass die Ungarinnen nicht wegziehen können, Mia Emmenegger hat nach sieben Minuten die Chance zum 5:5-Ausgleich, verwirft aber. In der Folge zieht Ungarn auf bis zu fünf Tore davon. Die Schweizerinnen bleiben in der gut gefüllten Multiplex Arena in Tatabanya aber cool, spielen ihr Spiel ruhig weiter und schaffen es bis zur Pause auf 14:16 zu verkürzen. Die Ungarin Reka Bordas sieht in dieser Phase nach einem Gesichtstreffer gegen Kerstin Kündig zudem Rot. Die Kapitänin kann zum Glück weiterspielen.

Wer in der zweiten Halbzeit auf einen schnellen Schweizer Ausgleich hofft, wird enttäuscht. Zwar übersteht man erst eine Zweiminutenstrafe, dann geht aber besonders im Angriff nicht mehr viel. Die Schweizerinnen treffen in der Person von Tabea Schmid (Heber) und Kerstin Kündig (Flieger) zwar herrlich, aber viel zu wenig oft. In der Deckung funktioniert die Zuordnung nicht wie gewünscht und die Ungarinnen bauen ihren Vorsprung auf bis zu 12 Tore aus. Diesen können die Schweizerinnen in den Schlussminuten konsolidieren und verlieren am Ende mit 26:38.

AUFGEFALLEN

Zu reden gibt nach dem Spiel die ungenügende Chancenauswertung der Schweizerinnen. Von 52 Abschlüssen finden lediglich 26 oder nur die Hälfte den Weg ins Tor. In der ersten Halbzeit kann die Nati eine schwache Phase noch wegstecken und wieder aufholen, nach dem Seitenwechsel und weiteren Rückschlägen fehlt der unbedingte Wille, das Resultat etwas weniger hoch ausfallen zu lassen.

Zu betonen gilt aber auch, dass dem Team von Trainer Knut Ove Joa ein Weltklasse-Team gegenüber stand. Und: Es gibt auch viel Positives aus Schweizer Sicht zu berichten. In der starken Phase kurz vor der Pause brilliert Torhüterin Sladana Dokovic. Sie hält ihren ersten Ball, wenig später noch zwei inklusive einen Siebenmeter. Ihre Brühler Teamkollegin Malin Altherr beweist beim Penalty Nerven aus Stahl, versenkt alle drei Versuche und spielt auch sonst eine starke Partie. Tabea Schmid stellt am Kreis ihren Wert einmal mehr unter Beweis, schiesst 6 Tore (Schweizer Topskorerin)  und holt den einen oder anderen Siebenmeter raus.

Wie schon gegen Österreich und Norwegen stehen auch im dritten Spiel von Trainer Knut Ove Joa alle 16 Spielerinnen mindestens einmal auf dem Feld – so auch die beiden Debütantinnen Era Baumann und Mirjam Ackermann. Der 16-jährigen Flügelspielerin von GC Amicitia gelingt gar ihr erstes Tor, Ackermann darf in der zweiten Halbzeit in der Defensive ran.

TELEGRAMM

UNGARN - SCHWEIZ 38:26 (16:14)

Tatabanya Multikomplex Center, 3024 Zuschauer, SR: Loshak/Novikov (UKR)

Ungarn: Böde-Biro (4 Paraden), Szemery (10); Füzi-Tovizi (3), Szollosi-Schatzl (1), Albek (3), Debreczeni-Klivinyi (2), Marton, Papp, (4) Pasztor (1), Vamos (3), Kacsor, Faluvegi (3), Bordas (2), Kuczora (10), Gyori-Lukacs (2), Simon (4). 

Schweiz: Brütsch (5 Paraden), Dokovic (7); Wick, Kündig (5/2), Wolff, Frey, Schmid (6), Emmenegger M. (2), Gautschi (1), Baumann (1), Goldmann (2), Kähr, Riner (2), Altherr (5/3), Ackermann, Bächtiger (2).

Strafen: 3x2 Minuten gegen Ungarn und 4x2 Minuten gegen die Schweiz. 23. Minute: Rote Karte gegen Bordas (HUN) 

Nati gegen ungarn

EHF EURO CUP

Ungarn - Schweiz 38:26 (16:14)
Norwegen - Österreich 43:22 (19:10)

Schweiz - Österreich 33:27 (18:11)
Ungarn - Norwegen 31:38 (17:19)

Norwegen - Schweiz 44:29 (23:18)
Österreich - Ungarn 32:34 (15:19)

1. Norwegen  3/6
2. Ungarn 3/4 
3. Schweiz  3/2
4. Österreich  3/0


2./3. März:
Schweiz-Ungarn / Österreich-Norwegen

3./4. April: Österreich-Schweiz / Norwegen-Ungarn
6. April: Schweiz-Norwegen / Ungarn-Österreich

Quelle: Raphael Bischof (Text) / Hungarian Federation (Fotos)

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